Liebe Wegbegleiter unserer Kinder,
kennst du diese Momente, in denen die Luft im Kinderzimmer förmlich knistert? Dein Kind wird immer lauter, die Kooperation sinkt gegen Null und du spürst, wie eine Welle aus Ungeduld und Gereiztheit in dir hochsteigt?
In solchen Augenblicken suchen wir die Lösung oft im Außen: Wir kramen nach neuen Erziehungstipps oder versuchen krampfhaft, das Kind zu „regulieren“. Doch wenn wir tiefer blicken, erkennen wir: Unsere Kinder sind unsere ehrlichsten Spiegel. Sie zeigen uns, wie dringend Selbstfürsorge für Eltern in diesem Moment wäre.
Das Kind als Wegweiser zu unseren unversorgten Anteilen
Sie zeigen uns in aller Deutlichkeit unsere eigene Überforderung und unsere unerfüllten Bedürfnisse auf. Wenn dein Kind laut wird, rührt es vielleicht an ein ganz persönliches inneres Thema von dir – etwa an dein tiefes Bedürfnis nach Ruhe, nach Anerkennung oder nach Kontrolle.
Das „Problem“ ist in diesen Momenten selten das Kind. Es ist der unversorgte Anteil in uns Erwachsenen, der zeigt, dass wir die Selbstfürsorge für Eltern vernachlässigt haben und keine Kraft mehr besitzen, den Raum stabil zu halten.
Genährt sein durch Selbstfürsorge bedeutet nicht perfekt – sondern bewusst
Ein durch Selbstfürsorge für Eltern „genährter“ Erwachsener zu sein, bedeutet für mich nicht, alles perfekt zu machen oder niemals wütend zu werden. Es bedeutet Bewusstheit.
Es ist die Fähigkeit, in einer stressigen Situation kurz innezuhalten und zu unterscheiden: Was gehört gerade zu meinem Kind – und was gehört eigentlich zu mir und meiner eigenen Geschichte?
Wenn wir anfangen, durch aktive Selbstfürsorge für Eltern unsere eigenen Bedürfnisse nach Pausen, echtem Austausch und persönlicher Entwicklung ernst zu nehmen, reagieren wir weniger aus alten, automatischen Mustern heraus. Wir werden für unsere Kinder wieder zu einem sicheren Hafen, weil wir bei uns selbst zuhause sind.
Echte Begleitung beginnt mit Selbstfürsorge für Eltern
Kinder brauchen keine fehlerfreien Eltern. Sie brauchen regulierte Erwachsene, die bereit sind, die Verantwortung für ihre eigene emotionale Welt zu übernehmen.
Manchmal beginnt echte, heilsame Elternschaft mit diesem einen mutigen Satz: „Ich kümmere mich jetzt auch um mich.“ Das ist kein Egoismus, sondern gelebte Selbstfürsorge für Eltern und damit der größte Schutz, den wir unseren Kindern schenken können.
Goldimpuls für deinen Alltag
Wenn du heute merkst, dass dich eine Situation triggert, lege eine Hand auf dein Herz und frage dich: „Was brauche ich gerade an Selbstfürsorge, um wieder genährt zu sein?“ Erlaube dir, dieses Bedürfnis wichtig zu nehmen, bevor du im Außen handelst.
Reflexionsfrage für dich als Fachkraft
Wie oft erlebst du in deiner Arbeit, dass wir versuchen, das Kind zu „reparieren“, anstatt den Erwachsenen darin zu unterstützen, wieder in seine eigene Kraft und Sättigung zu kommen?
Möchtest du tiefer verstehen, wie du deine eigenen emotionalen Zyklen erkennst und in deiner Kraft bleibst? Dann findest du im Goldkreis einen geschützten Vertiefungsraum. Hier unterstütze ich dich dabei, die Arbeit mit inneren Entwicklungsphasen und emotionaler Reifung zu vertiefen – damit deine Begleitung nicht nur fachlich, sondern menschlich tief tragfähig wird.
Hier findest du alle Teile dieser Beitragsreihe:
2. Teil: Warum wir uns selbst und unsere emotionalen Bedürfnisse oft nicht verstehen
3. Teil: Der vorgeburtliche Neumond: Welche seelischen Themen wir mitbringen
Herzlichst,
deine Sandra Fabri