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Wenn Kinder einen Nachtschreck erleben – und wie wir sie sanft zurück ins Jetzt begleiten

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Das Bild zeigt eine junge Mutter die ihr Kind auf dem Arm hat und mit ihm auf einen Sonnenaufgang blickt. Es soll symbolisieren, dass wir unser uns mithilfe der Mondknoten entwickeln dürfen.
Ein kleiner Junge sitzt neben seiner Mutter auf dem Bett und hatte einen Albtraum.

Liebe Wegbegleiter unserer Kinder,

es gibt Momente in der Nacht, die uns Eltern den Atem stocken lassen.

Ein plötzlicher Schrei. Das Kind sitzt aufrecht im Bett, die Augen weit geöffnet, das Herz klopft bis zum Hals. Es wirkt panisch, vielleicht schlägt es um sich – aber es sieht uns nicht.

Es lässt sich nicht trösten. Es ist nicht ansprechbar.

Wir nennen das den Nachtschreck.

In diesem Moment ist das Kind nicht wirklich wach – aber es schläft auch nicht mehr richtig. Es steckt fest. „Zwischen den Welten“.

Ein Fenster in die intensive Innenwelt

Für uns Eltern fühlt sich dieser Zustand oft wie eine Ewigkeit an und löst Hilflosigkeit aus. Doch es ist wichtig zu wissen: Der Nachtschreck ist kein Zeichen für ein Trauma oder eine Störung. Er ist ein Ausdruck einer extrem aktiven Innenwelt.

Das Kind erinnert sich am nächsten Morgen nicht daran. Es ist kein Albtraum, den man „besprechen“ kann. Es ist eine Welle intensiver Energie, die durch das System zieht.

Ein Beispiel aus meiner Beratung: Den Anker auswerfen

Ich hatte einmal eine Mutter in der Beratung, deren Kind regelmäßig diese Erlebnisse hatte. Die Sorge war groß. Wir spürten gemeinsam hinein: Was braucht dieses Kind in diesem Moment der Überforderung?

Die Antwort war simpel und doch so tief:
Es braucht etwas, das es sofort zurück in seinen Körper holt.

Wir arbeiteten mit sensorischen Ankern:

  • Etwas Festes: Ein kühler, greifbarer Stein (z. B. ein Amethyst oder ein Schwarzer Turmalin von Familie Glücklichstein), den die Mutter dem Kind sanft in die Hand legte.
  • Ein Duft: Ein Tropfen Lavendel oder Kamille auf einem Tuch. Düfte sprechen direkt das limbische System im Gehirn an – dort, wo die Gefühle sitzen.
  • Eine erdende Berührung: Eine flächige, warme Hand auf dem Rücken oder dem Brustkorb.

Vielleicht klingt das für manche ungewöhnlich. Aber es hat geholfen. Dem Kind geholfen. Und das ist das Einzige, was zählt.

Warum sensorische Anker wirken

Wenn ein Kind „zwischen den Welten“ hängt, braucht es keine Kontrolle und keine Fragen. Es braucht Orientierung für seine Sinne.

Ein sanftes Licht, ein bekannter Duft oder etwas Festes zum Festhalten sind wie ein Leuchtturm im Nebel. Sie signalisieren dem Nervensystem: „Du bist hier. Du bist sicher. Hier ist dein Körper.“

Erste Hilfe für stürmische Nächte

Wenn dein Kind das nächste Mal diese Welle erlebt:

  1. Bleib selbst ruhig. Deine Ruhe ist der stärkste Anker.
  2. Kein grelles Licht. Dunkelheit oder sanftes Licht schützt den Übergang.
  3. Sprich leise und wiederholend. „Ich bin da. Du bist sicher.“
  4. Keine Fragen. Das Kind kann sie nicht beantworten und gerät dadurch nur noch mehr unter Stress.
  5. Warte die Welle ab. Halte den Raum, bis das Kind von selbst wieder in den Schlaf sinkt.

 

Goldimpuls für Eltern

Frage dich heute:
Wo darf ich die intensive innere Welt meines Kindes ernster nehmen – auch wenn sie mir selbst manchmal fremd oder unheimlich erscheint?
Kann ich darauf vertrauen, dass mein Kind die Kraft hat, diese Wellen zu reiten, wenn ich ihm nur den sicheren Hafen biete?

Reflexionsfrage für dich als Fachkraft

Wie begegnest du Kindern, die intensiv träumen, stark reagieren oder scheinbar „zwischen den Welten“ hängen?
Bewerte ich solche Phänomene als problematisch, oder gelingt es mir, sie als Teil einer tiefen, seelischen Entwicklung zu begleiten und den Eltern beratend zur Seite zu stehen?

Weitere wertvolle Impulse über den März findest du im Jahreskreis.

1. Teil: Die Natur, die im Verborgenen arbeitet – Warum der März uns lehrt, das Unsichtbare ernst zu nehmen

2. Teil: Kinderschlaf als Seelenreise – Warum der Schlaf ein kleiner schamanischer Tod ist

3. Teil: Träumen ist Arbeiten – Warum Kinder träumen und ihre Welt sortieren

4. Teil: Der heilige Rückzugsort – Warum Kinder eine Welt brauchen, in der niemand sie sieht

Ich danke dir für dein Vertrauen und deine Offenheit für die leisen und tiefen Themen unserer Kinder.

Herzlichst,
deine Sandra Fabri

Sandra Fabri
Sandra Fabri

Sandra Fabri, Gründerin von Goldstern, berät Eltern und bildet Fachkräfte in der Goldverbindung® aus – um Kinder individuell und bedürfnisorientiert gemäß ihrer Seelennatur mit Hilfe der Kinderastrologie zu begleiten.

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